title image M&M Hochzeits-Newsfeed : Unser Hochzeitstag

Unser Hochzeitstag

Da haben wir so viele Monate darauf hin gearbeitet und uns schon darauf gefreut  , doch jetzt ist der Tag der Hochzeit auch schon wieder vorbei. Aber eins können wir mit Gewissheit sagen: „Er war wunderschön und ging viel zu schnell vorüber.“ Ich glaube unsere Gäste werden der gleichen Meinung sein.

Dabei fing alles mit kleineren Schwierigkeiten an 

… Da die Aufräumarbeiten im Sandbüschel und die weitere Organisation etwas länger dauerten als gedacht, kamen wir schon viel zu spät zum Brautladen, um das Brautkleid abzuholen. Da machte sich selbst die Inhaberin des Geschäftes Sorgen    und fragte telefonisch nach, ob wir noch kommen. Es war bereits 17:30 Uhr. Wir schafften es aber noch vor Ladenschluss  . Doch dann stellte sich heraus, dass ich nicht genug Bargeld mit hatte, um die Kaution zu hinterlegen. Also schnell zur Bank gesprintet, die sich zum Glück gleich in der Nähe des Geschäftes befindet. Aber die Bank scheint ihre Kunden übers Wochenende ungern an ihre Automaten zu lassen, denn ich stand vor verschlossener Tür. Da dachte ich mir „Zum Glück bist du ja noch Kunde bei einer anderen Bank.“ Also zur nächsten Bank gelaufen. Die lies mich sogar rein   Dafür gab es aber andere Probleme. Beim Automaten bin ich zwar bis zur Eingabe des gewünschten Betrages gekommen, doch dann kam eine Fehlermeldung und ich sollte von neuem Starten. Das wiederholte sich dreimal. Am Ende hieß es „Automatenfehler“. Ich war also immer noch ohne Bargeld und hatte keine Idee mehr, denn noch mehr EC-Karten habe ich nicht  . Also bin ich zurück in den Laden, mittlerweile war es bereits nach 18 Uhr. Nach der Schilderung meiner Misere war sie sehr entgegenkommend und gab sich mit gerade einmal 60 EUR (statt 400 EUR) Kaution zufrieden. Vielen Dank noch mal dafür. Somit war das noch mal gut gegangen. Sonst hätte ich wohl in Jeans heiraten müssen  .

Doch leider waren es noch nicht alle Pannen gewesen. Da ich ja für Mario und natürlich auch für die anderen Gäste super hübsch aussehen wollte  , ließ ich mir natürlich eine schöne Steckfrisur machen. Die Friseurin kam dazu extra zu uns nach Hause. Für die Frisur waren auch kleine echte Blumen geplant, die ins Haar gesteckt werden sollten. Doch wo waren sie nur? Mario war doch schon beim Floristen gewesen und hat alles mitgebracht. Der Brautstrauß wurde gefunden und auch der Streukorb, nur nicht die Blumen fürs Haar. Am Ende stellte sich heraus, dass der Blumenladen vergessen hatte, diese dem Mario mitzugeben. Was jetzt? Für noch mal zum Floristen fahren war keine Zeit mehr. Doch dann kam meine Friseurin auf die Idee den Korb mit den Streublumen nach passenden Blumen zu durchsuchen. Und tatsächlich, da fanden sich auch die Minigerbara, die für meine Frisur gedacht waren, nur leider ohne Stiel. Aber auch da hatte die Friseurin eine Lösung parat und ich einige Haarnadeln mehr im Haar  . Ein hoch auf ihre Improvisierkunst. Alles war gerettet und wir sogar noch im Zeitplan.

Als ich mein Kleid anzog wartete Mario bereits draußen auf mich und konnte es kaum erwarten mich zu sehen. Nach seinem Gesichtsaustrug zu urteilen würde ich sagen, ich habe seine Erwartungen übertroffen, denn er strahlte übers ganze Gesicht  . Unser Chauffeur brachte uns dann in einem wunderschönen, geräumigen Horch (siehe Bilder) zum Standesamt, wo unsere Gäste bereits warteten. Sie staunten nicht schlecht, als sie das Auto sahen und noch viel mehr als sie uns sahen

Von der Trauung selber waren wir doch etwas enttäuscht  . Die Standesbeamtin brachte ihre Rede in einem recht monotonen Ton rüber und musste zudem alles ablesen. Ich denke, dass man doch von einer Person, die im Jahr mehrere Trauungen durchführt, freies Reden erwarten kann. Und dann war da noch die Sache mit der Musik. Gut, dass wir eine CD zusammen stellen sollten, war uns schon klar. Aber wir hatten eigentlich Vorstellungen, welches Lied zum Einmarsch, welches zum "JA"-Sagen und welches zum Ringe-Tausch gespielt werden sollte. Doch da die Standesbeamtin nur die Play- und Pause-Taste betätigen konnte und zum Teil die CD durchlaufen lies, mussten wir selber wissen, an welcher Stelle wir diese Titel auf die CD packten. Und wie solls auch anders sein, wir habens natürlich nicht genau getroffen. Aber gut, das Standesamt ist ja auch „nur“ der formale Akt. Das haben wir nach 20 Minuten abgehakt. Ab jetzt wurde alles schöner, besser und einfach traumhaft. 

Als erstes gingen wir mit dem Fotografen auf Motivjagd durch den wunderschönen Schlosspark. Dabei fand der Fotograf so viel schöne Stellen, dass wir am Ende länger dafür brauchten als gedacht. Aber wie sich herausstellte sind wunderschöne Bilder dabei herausgekommen. Wir hatten Mühe, uns für "nur" 20 Bilder zu entscheiden. Wenn wir sie zugeschickt bekommen haben, werden wir eine Auswahl in die Fotogalerie stellen.

Auch wenn es länger gedauert hat, wartete unser Chauffeur geduldig und brachte uns anschließend zum Feierort. Dort warteten unsere Gäste schon sehnsüchtig sowie erste Aufgaben, die es von uns zu bewältigen galt. So mussten wir, ganz traditionell, einen Baumstamm zersägen. Trotz unserer guten Zusammenarbeit und dem recht schnellen Tempo brauchten wir gute 5 Minuten dafür. Doch auch dann konnten wir noch immer nicht in den Festsaal eintreten, denn ein von Henriette und Holger mit einem Herzen bemaltes Tuch versperrte uns den Weg. Dieses musste erst einmal von uns ausgeschnitten werden. Nach vollbrachter Tat (dafür benötigten wir auch weniger als 5 Minuten  ) trug mich Mario über die Schwelle und alle Gäste konnten endlich den Saal betreten.

Nachdem alle Gäste ihren Platz gefunden hatten und schon gierig auf den Kuchen starten, denn es war bereits weit nach 15 Uhr und viele hatten doch auf das Mittagessen verzichtet, wartete meine Mutti mit einer überaus großen Überraschung für mich auf.   Sie hielt eine Rede vor allen Gästen. Wer meine Mutti kennt, weiß, dass es sie große Überwindung gekostet haben muss. Denn eigentlich liegt ihr so was überhaupt nicht. Umso stolzer bin ich auch auf sie. Die Rede war sogar so gut, dass ich stellenweise Tränen gelacht habe. Aber auch viele der Gäste kamen später auf mich zu und sagten mir, dass ihnen die Rede gefallen habe. Liebe Mutti, ich danke dir dafür von ganzem Herzen.

Nun konnte also endlich die Hochzeitstorte von uns angeschnitten werden. Ich hoffe jeder hatte sie vorher noch bestaunt. Sie war nämlich wirklich gut gelungen. Einen Lob an den Bäcker, der unsere manchmal nicht einfachen Wünsche umsetzen konnte. Hat eigentlich irgendjemand ein Foto von der ganzen Hochzeitstorte gemacht? Wir würden uns freuen, wenn der- bzw. diejenige uns das Bild zuschicken könnte.

Nach dem Kaffee kam es auch schon zum nächsten Programmpunkt. Mein Cousin Holger spielte ein wunderschönes und ich glaube recht schwieriges Stück auf dem Klavier vor. Dabei kam man richtig ins Träumen. Holger, ich danke dir recht herzlich dafür.

Auch das Wetter zeigte sich nach dem Kaffee von der schönsten Seite. Blauer Himmel, Sonnenschein, aber nicht zu heiß. Also perfekt für eine Parkwanderung. Dazu haben wir extra drei Parkführer und ein Kremser bestellt. Somit konnten auch diejenigen teilnehmen, die nicht so gut zu Fuß sind. Auch Mario und ich sind auf der Kremser mitgefahren, da ich das Laufen mit Absatzschuhen nicht gewöhnt bin (mir taten bereits nach dem Kaffee die Füße weh. Dabei bin ich extra vorher schon in der Wohnung mit den Schuhen rumgelaufen und habe mir sogar noch Gelpads besorgt) und ich auch nicht das wunderschöne Kleid dreckig machen wollte. Der Ausflug in den Park war eine willkommene Abwechslung und gefiel wohl allen Gästen. Ich kann mich da noch gut an die Schwärmerei von Marco erinnern

Wieder zurück, wartete auch schon das Abendbuffet auf uns. Doch erst einmal hieß das Motto „Fotoshooting mit dem Brautpaar“. Das ließen die meisten auch geduldig über sich ergehen. Dann konnte endlich das Buffet gestürmt werden. Mittlerweile war es ja auch schon nach 20 Uhr glaube ich. Mario und ich kamen gar nicht so richtig zum Essen. Schließlich wollten wir uns ja auch mit unseren Gästen unterhalten. So waren wir fast die letzten am Buffet. Da sah es schon ziemlich „abgegrast“ aus. Wahrscheinlich hat die 2-stündige Parkwanderung mehr Kalorien verbrannt als gedacht  . Aber auch das hat gereicht und zeigt uns, dass es unseren Gästen geschmeckt hat und wir doch eine gute Auswahl getroffen haben. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an die Küche vom O’leander.

Nachdem alle ihren Hunger gestillt hatten, außer wir, ging es mit dem Programm erst so richtig los. Ronny, unser Programmleiter, hat zusammen mit unseren Freunden super was auf die Beine gestellt. Es war sehr abwechslungsreich, zum lachen    und natürlich wieder mit so einigen Aufgaben für uns verbunden. So haben Norbert und seine Gesangspartnerin Susi Volkslieder und rockige Balladen vorgetragen. Mein jüngerer Bruder brachte ein Stück vom Kabarettisten Bodo Wartke zum Besten. Es heißt „Ja Schatz“ und stellt etwas verklärt die Beziehung zw. Mann und Frau nach mehreren Jahren Ehe da. Meine Güte, habe ich Tränen gelacht  . Aber ich glaube, da war ich nicht die Einzige. Robert hat es echt genial rüber gebracht und vor allem wusste ich bis dahin gar nicht, dass er singen kann. Somit bin ich wohl die einzige in unserer Familie, der dieses Talent versagt blieb.

Weiter ging das Programm mit Aufgaben, die wir zu erledigen hatten, um uns einige Hochzeitsgeschenke zu verdienen. Dabei war Geschicklichkeit und Wissen gefragt. Angefangen hat es mit der Fütterung von Mario. Dazu haben seine Freunde auf ein Tuch einen Körper gemalt, durch das Mario seinen Kopf und ich meine Hände stecken mussten. Somit konnte ich sein Gesicht nicht sehen. Aber wir haben das ganze so gut gemeistert, dass Mario überhaupt nicht beschmiert wurde.   Da hatten wir uns das Geschenk doch mehr als verdient. Aber wie sich herausstellte, steckte in dem Geschenk noch mehr Arbeit. Es war nämlich kein gewöhnlicher Rechner. Der Monitor war mit Beton und der Tower mit Bauschaum gefüllt. Dies galt auseinander zu nehmen, denn darin versteckten sich noch mehr Überraschungen. Das haben wir jedoch erst am nächsten Tag gemacht.

Als nächstes warteten aufgehängte Luftballons auf uns. Diese galt es aufzustechen, denn sie waren mit Überraschungen von Henriette und Holger gefüllt worden. Jedoch erwies sich die Sache teilweise als schwierig, weil sie bereits seit Mittag hingen und einigen schon die Puste ausging. Aber mit dem richtigen Werkzeug, konnten wir auch diese Aufgabe bravorös meistern.

Auf diese sportlichen Aktivitäten war nun unser Wissen gefragt. Da viele Freunde wissen, dass wir unsere Flitterwochen in Norwegen verbringen werden, warteten meine Freunde mit einem Norwegenquiz auf. Dabei stellte sich heraus, dass wir uns wohl doch noch ein bisschen Wissen aneignen müssen.   Doch sie waren gnädig und überreichten uns eine selbstgezeichnete Norwegenkarte mit einer Überraschung und einen kleinen, jungen Apfelbaum. Er soll wohl auch für den Balkon geeignet sein. Dann will ich mal hoffen, dass wir einen guten grünen Daumen beweisen und demnächst reichlich ernten können.

Und dann gab es da noch den traditionellen Akt des "Brautstrauß werfens". Allerdings wollte ich meinen wunderschönen Brautstrauß aus Sonnenblumen ungern opfern. Deswegen haben wir extra einen "Wurfstrauß" anfertigen lassen. Der war auch wesentlich ungefährlicher, da er keine Drähte enthielt.  Carina war die glückliche Fängerin. Na mal sehen auf welche Hochzeiten wir demnächst noch so tanzen werden  .

Nach all diesen wunderbaren Einfällen zur Programmbereicherung kam nun der Eröffnungstanz auf uns zu. Immerhin war es bereits 22:30 Uhr. Und der DJ hatte bis dahin noch nicht viel zu tun gehabt, außer die Technik bereit zu stellen. Eine Tanzschule hatten wir nicht extra besucht. Dazu fehlte uns einfach die Zeit. 3 kleine Übungseinheiten in der heimischen Wohnstube mussten reichen. Entschieden haben wir uns für den Walzer „The second waltz“ von Dimitri Shostakovich. Den kennt ihr bestimmt alle. Rieu spielt ihn liebend gern bei seinen Auftritten. Ich denke, wir haben ihn recht gut hinbekommen. Allerdings muss man bei dem Tempo mit den Drehungen sparsam umgehen, sonst bekommt man noch einen Drehwurm. Aber da wir das wussten (aus Erfahrung natürlich  ), blieb uns das erspart. Nun war die Tanzfläche natürlich für alle eröffnet.

Zur Erhöhung der Tanzbereitschaft, hatten meine Freundinnen Carina und Kristin noch eine super Idee. Sie schenkten uns eine Schatztruhe, an der mit Hilfe einer Kette 10 Schlösser angebracht waren. Die Schlüssel verteilten sie unter den Gästen, 5 an Frauen und 5 an Männern. Nun mussten wir gezielt den richtigen Tanzpartner aussuchen und sie bzw. ihn anschließend nach dem Schlüssel fragen. Mario war darin so gut, dass er immer mit den richtigen Frauen tanzte und schnell alle 5 Schlüssel beisammen hatte. Für mich erwies sich die Sache als äußerst schwierig. So tanzte ich mit einigen, die gar keinen Schlüssel hatten. Am Ende kam ich nur auf 4 Schlüssel. Der letzte wollte sich einfach nicht finden lassen, dabei hatte ich schon alle anwesenden Männer gefragt. Auch mein Bruder Ronny fragte noch mal bei jedem nach. Aber auch er blieb erfolglos. Da bereits ein männlicher Gast die Feier vor Mitternacht verlassen hatte, waren wir alle überzeugt, dass er den letzten Schlüssel hatte und jetzt mit nach Hause genommen hat. Zum Glück haben wir aber auch die Schatztruhe auch so aufbekommen und konnten uns die darin befindliche Überraschung anschauen.

Um Mitternacht wurde ganz traditionell die Schleierabnahme bzw. bei mir Diademabnahme vollzogen. Dazu hat Mario’s Tante Christine extra ein hübsches Häubchen für mich und eine entzückende Mütze für Mario genäht. Im Vergleich zu den üblichen Omahauben fand ich mein Häubchen wirklich schön.

Danach war aber die Party noch lange nicht vorbei. Unser DJ legte fleißig auf und unsere Gäste sowie Mario und ich tanzten ausgiebig. Ich war ja immer noch auf der Suche nach dem 5. Schlüssel. Und wenn wir dabei ins Schwitzen kamen, konnten wir uns ohne zu erfrieren im Biergarten abkühlen. Das Wetter hat sich an diesem Tag wirklich von seiner traumhaftesten Seite gezeigt. Am Tag nicht zu heiß und in der Nacht nicht zu kalt. Bis ca. 3 Uhr morgens unterhielt uns der DJ mit guter Musik. Vielen Dank noch mal dafür. Doch auch danach war für einige noch nicht Schluss. Am Ende lagen wir ca. 4:30 Uhr im Bett.

Auch wenn es so spät geworden ist, ging für uns der Tag viel zu schnell vorbei. Er war einfach so wunderschön mit all dieser vielen Abwechslung und den vielen kulturellen Beiträgen, wie ihr an meiner langen Ausführung wohl schon bemerkt habt   Wir danken euch allen dafür. Am liebsten würde ich den Tag immer wieder wiederholen. Ich denke, so sollte der Tag der Hochzeit auch sein, einfach unvergesslich.

Madlen

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